Andacht

Bald wird es wieder grüner und heller und wärmer und sowieso. Alles wird bald einfach wieder besser. Kinder, die zusammen spielen und lachen. Teenager, die sich das erste Mal verliebt in den Armen liegen und die Magie des Knutschens ent-decken. Freunde, die sich lange nicht gesehen haben, umarmen sich herzlich. Und mit dem Erwachen der Natur im Frühling atmen alle tief durch und springen händehaltend befreit über Blumenwiesen…

Hach… Seufz… Schön wäre es. Meine schönste Vorstellung der letzten Wochen: Ich geh‘ ohne Maske in den Vela rein. Aber keiner schnauzt mich an. Stattdessen wundern sich alle und nicken anerkennend. Und freuen sich über meinen Mut. Und dann nehmen sie nach und nach auch ihre Masken ab… Und ich lache über diese Phantasie.

Hach… Seufz… Man wird ja wohl noch mal tagträumen dürfen, oder? Bis es soweit ist, wird es wohl noch dauern. Ob es überhaupt jemals wieder so wird? Wie sich vieles verändert haben wird, wenn irgendwann… ja, wann eigentlich? Wenn Angela Merkel feierlich bekannt gibt: „Die Zeit der Beschränkungen ist offiziell vorüber. Ich danke Ihnen allen für Ihr geduldiges Mittun.“ Oder so ähnlich? Keine Ahnung.

Das Einzige, wes ich mir sicher bin: Auch in diesem Jahr feiern wir Ostern. Und die Auferstehung Jesu. Halleluja! Und dass Gott sich für das Leben entscheidet. Gepriesen sei der Herr! Ganz egal, wie düster alles aussieht. Die göttliche Perspektive ist die, die hell leuchtet. Die Mut macht zu träumen und Visionen zu haben.  Gott sei Dank!  Von einer Welt, die eines Tages kommen wird:  Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. (Offenbarung 21)            Ihr/Euer Pastor Matthias Lefers